Tennisellbogen
(Epicondylitis humeri radialis)
Golferellbogen
(Epicondylitis humeri ulnaris)

Es handelt sich hier um schmerzhafte Entzündungszustände am Oberarmknochen (streck- oder beugeseitig). Ursächlich sind Sehnendegenerationen, funktionelle Überbeanspruchung (Computerarbeit, Arbeiten mit Schraubenzieher, Tennis, Golf etc.). Diskutiert werden auch Nervenwurzelreizungen an der Halswirbelsäule. In Frage kommen auch Mikrotraumatisierungen am Sehnen-Knochen-Ansatz. Typisch sind lokale Schmerzpunkte direkt am Sehnen-Knochen-Ansatz am Ellbogen bzw. im Verlauf der Unterarmbeuge- und Streckmuskulatur. Schmerzen verursacht häufig die Dehnung des Unterarmes bei Beugung und Streckung gegen Widerstand. Der so genannte Tennisellbogen kommt ca. 7-fach häufiger vor als der so genannte Golferellbogen.

Therapie: Die konservative Therapie besteht zunächst in der Vermeidung der entsprechenden Belastung. Physikalische, medikamentöse und lokale entzündungshemmende Maßnahmen können die Beschwerden lindern. Auch lokale Kortisonspritzen bzw. Unterarmspangen bzw. –Bandagen können helfen. Eine alternative Behandlungsmöglichkeit besteht in der Stoßwellentherapie (siehe unter Stoßwellentherapie).

Falls keine konservative Behandlungsmaßnahme greift, kommt die Operation nach Hohmann in Frage. Hier werden die Muskelursprünge am Ellbogen abgelöst bzw. benachbarte Nerven durchtrennt (Denervation nach Wilhelm). Eine kurzfristige Gipsruhigstellung für ca. 1 Woche ist nach der Operation empfehlenswert.

 


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