Knieverletzungen, insbesondere
Kreuzbandverletzungen

Das vordere Kreuzband ist ein sehr wichtiger Stabilisator des Kniegelenkes und wird häufig verletzt. Während man früher entweder die Naht anstrebte oder konservativ mit Ruhigstellung behandelte, wird heutzutage die Kreuzbandplastik wegen der besseren Stabilität bevorzugt, da hierdurch Sekundärschäden wie Meniskusrisse oder die Arthose verringert werden können. Mit der Entwicklung neuer Techniken ist es möglich, den Eingriff arthroskopisch durchzuführen, das heißt man muss nicht mehr das Knie über einen großen Schnitt eröffnen.

Als Transplantat steht entweder ein Teil der Kniescheibensehne oder die Semitendinosussehne (eine Sehne von der Innenseite des Kniegelenkes) zur Verfügung.

Wir bevorzugen seit 1999 die Semitendinosussehne, da nach unserer Erfahrung die Ergebnisse bezüglich der Stabilität, der Beweglichkeit und der Schmerzen besser sind.

Die meisten Kreuzbandplastiken werden derzeit nicht mehr direkt nach dem Unfall, sondern im Abstand von vier Wochen bis zu einem Jahr eingesetzt.

In der Nachbehandlung wird das Knie durch eine Schiene fixiert, die dann schrittweise bis zum Abschluss der 6. Woche nach Operation freigegeben wird, denn so viel Zeit braucht das Transplantat zur sicheren Einheilung. Allerdings darf man vom 1. Tag nach Operation bereits laufen.

Die Nachbehandlung erstreckt sich gewöhnlich auf ein viertel Jahr nach Operation. Sportfähigkeit ist üblicherweise ein halbes Jahr nach Operation erreicht.





[zurück]