Hallux valgus

Operative Behandlung:

Viele Menschen entwickeln auf Grund eines Spreizfußes eine X-Fehlstellung der Großzehe, die zu zunehmenden Schmerzen durch Fehlbelastung und Druck im Schuh führt.

Es gibt eine Reihe von Vorfußoperationen, die zum Teil in Amerika entwickelt wurden, und die wir seit Jahren anwenden um so die Fehlstellung wieder zu korrigieren.

  • Operation nach Austin oder in Modifikation Operation nach Reverdin-Green:

Hierbei wird der 1. Mittelfußstrahl hinter dem Köpfchen durchsägt und in korrigierter Stellung mit zwei Gewindebohrdrähten fixiert, die nach 3 Monaten wieder entfernt werden.

  • Basisosteotomie am 1. Mittelfußstrahl:

Bei sehr ausgeprägter Fehlstellung wird am 1. Mittelfußstrahl aus der Basis ein Keil herausgesägt, der Knochen dann zusammengeklappt und mit Schrauben fixiert. Gekoppelt wird dieser Eingriff mit einem Weichteileingriff am Großzehengrundgelenk und die Abtragung des stark vorspringenden Knochens dort.

  • Operation nach Akin:

Ist die X-Fehlstellung auf die Großzehe selbst beschränkt (= Hallux valgus interphalangeus) wird ein Knochenkeil aus dem Grundglied der Großzehe entfernt und die Zehe in korrigierter Stellung mit Drähten und Schrauben fixiert.

  • Operation nach Brandes:

Bei älteren Leuten, bei denen zusätzlich zur Fehlstellung eine Arthrose (=Verschleiß) des Großzehengrundgelenkes vorliegt, wird ein Stück Knochen aus dem Grundglied der Großzehe entfernt und es bildet sich ein Falschgelenk, das wieder gut beweglich ist. Nachteil dieser Methode ist eine Verkürzung der Großzehe und das gelegentliche Auftreten von Schmerzen am 2. Mittelfußstrahl (=Transfermetatarsalgie) bei Menschen mit hohem Aktivitätsniveau.





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