Hallux rigidus (=Steifzehe)

Durch die Entwicklung einer vorzeitigen Arthrose (=Abnutzung) kann es bereits bei jüngeren Menschen zu einer schmerzhaften Einsteifung der Großzehe kommen, so dass der Abrollvorgang über den Vorfuß nicht mehr möglich ist. Hier gibt es vier Verfahren, die zur Anwendung kommen.

  • Verkürzungsosteotomie in der Technik nach Austin:

Hierbei wird ein Stück Knochen aus dem 1.Mittelfußknochen entfernt und so der Knochen gekürzt. Der durchtrennte Knochen wird mit Gewindebohrdrähten erneut fixiert. Durch die Verkürzung und durch einen zusätzlichen Weichteileingriff am Gelenk kann bei jüngeren Leuten wieder eine ausreichende, schmerzfreie Beweglichkeit erreicht werden.

  • Operation nach Brandes:

Hierbei wird ein Stück Knochen aus dem Großzehengrundglied entfernt und es bildet sich ein Falschgelenk. Dieser Eingriff sollte jedoch nur bei älteren Menschen durchgeführt werden.

  • Versteifung des Großzehengrundgelenkes (=Arthrodese):

Durch die Versteifung des Grundgelenkes wird das Gelenk schmerzfrei. Nachteil ist eine aufgehobene Beweglichkeit, so dass vielfach eine orthopädische Schuhzurichtung nach der Operation nötig ist.

  • Implantation einer Großzehengrundgelenks-prothese:

In den letzten Jahren sind eine Reihe von künstlichen Gelenken auf den Markt gekommen. Über die Dauer der Haltbarkeit dieser Gelenke liegen derzeit nur wenig Erfahrungen vor.





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